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Familie fährt Fahrrad: Klimafreundliche Mobiltät Hunsrück-Nahe
© Naheland-Touristik

#mobilität

Mit Car-Sharing, ÖPNV-Ausbau und Radwegenetzen wollen wir eine zukunftsfähige, klimafreundliche Mobilität in Hunsrück und Nahe entwickeln.

Wir leben in der Hunsrück-Nahe-Region in einer teilweise sehr dünn besiedelten Gegend. Das Angebot des ÖPNV bietet häufig noch keine gute Alternative zum eigenen Auto. Und dennoch lassen der Klimawandel, die Umwandlung von freier Fläche in Siedlungs- oder Verkehrsfläche und die Einschränkungen durch den zunehmenden Verkehr für Fußgänger, Radfahrer und spielende Kinder keinen anderen Schluss zu: Wir brauchen neue Mobilitätsansätze.

Jedes Mal, wenn ich einen Erwachsenen auf einem Fahrrad sehe, verzweifle ich nicht mehr an der Zukunft der Menschheit.

H. G. Wells | Schriftsteller, Biologe, Soziologe

  • Warum müssen wir aktiv werden?

    Warum müssen wir aktiv werden?

    In Deutschland wird die Verkehrsleistung zu rund 80 % mit dem Auto vollbracht. Die Zahl der Pkw pro Haushalt steigt seit Jahren stetig an. Lag der Motorisierungsgrad im Jahr 2000 noch bei 532 Pkw pro Haushalt, läge er heute bei gleicher Berechnungsgrundlage bei über 600.
    Die Statistik zeigt, was auf den Straßen längst spürbar geworden ist: Der motorisierte Individualverkehr sowie der Güter- und Lieferverkehr nehmen kontinuierlich zu. Und mit ihnen der Lärm, die Abgase, die zugeparkten Innenstädte, die verstellten Rad- und Fußwege und die Flächen, die für die Schaffung von Parkplätzen versiegelt werden.
    Die enormen Kosten, die für Bau und Unterhaltung der Infrastruktur für den motorisierten Individual- und Lieferverkehr aufgewendet werden, stehen dabei in keinem Verhältnis zu den deutlich geringeren Ausgaben für Radwege, Fußwege und den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

  • Was wollen wir erreichen?

    Was wollen wir erreichen?

    Der Rhein-Hunsrück-Kreis nimmt bereits eine Vorbildfunktion bei der Energiewende ein. Im Bereich Mobilität sollten wir in der Hunsrück-Nahe-Region nachziehen und ein zukunftsträchtiges Verkehrsnetz auf den Weg bringen, das beispielhaft für andere ländliche Regionen in Deutschland ist. Das bedeutet:

    • Ein möglichst günstiger, gut erreichbarer, eng getakteter ÖPNV (u. a. 365-Euro-Ticket für Senioren und Jobticket)
    • Alternative Antriebe im ÖPNV und beim motorisierten Individualverkehr
    • Car-Sharing-Konzepte
    • Eine ausreichende und räumlich gut verteilte Ladeinfrastruktur, für die direkte Umsetzung der im Hunsrück erzeugten erneuerbaren Energie
    • Ein gut geplantes und gut unterhaltenes Radwegenetz, was das Fahrrad als Alternative noch attraktiver macht
    • Fußwege, die nicht zugeparkt sind und die zum Gehen einladen, sowie fußgängerfreundliche Ampelschaltungen
    • Wir brauchen einen eng getakteten ÖPNV, ein Wiedererstarken der Bahn neben dem Auto, die Wiederinbetriebnahme der Hunsrückbahn und der Glantalbahn, die Elektifizierung der Nahe und Alsenzstrecke
  • Wie wollen wir das erreichen?

    Wie wollen wir das erreichen?

    Das Regionalbündnis und seine Mitglieder wirken auf die politische und Verwaltungsebene ein, indem konkrete Vorschläge gemacht werden. Angefangen bei der Attraktivitätssteigerung der Radwege und Unterstützung bei den Bemühungen zur Reaktivierung von Bahnstrecken, bis zum Einsatz für ein 365-Euro-Ticket für Schüler, Studenten und Senioren und ein Landesticket für den öffentlichen Dienst.  Weitere Maßnahmen sind das Zurückdrängen des Individualverkehrs in den Städten und die Entsiegelung von Parkflächen („Schwammstadt“).

    Von einem führenden Anbieter wird ein autonom fahrender Zug auf einer Zweigbahn in der Pfalz getestet – solche Technologien dürften die Perspektiven für Reaktivierungsvorhaben wie Glantal- und Hunsrückbahn verbessern. Beide Strecken sollten baldmöglichst reaktiviert werden, die Glantalbahn bestenfalls bis ins Saarland (Homburg). Die Wiederaufnahme der Verbindung über den Hunsrück nach Trier (von Türkismühle via Hermeskeil) ist zu prüfen; hier könnte der RE nach Saarbrücken »geflügelt« werden. So wichtig wie der Ausbau der B41 ist das dritte Gleis zwischen Gau-Algesheim und Mainz-Mombach. Es erhöht die Kapazität, reduziert damit die Verspätungsanfälligkeit und ermöglicht eine regelmäßige Direktanbindung von Wiesbaden. An den Bahnhöfen sind attraktive Umsteigepunkte zum Busverkehr vorzusehen.

    Wir wollen eine »Modellregion Verkehr in ländlichen Räumen« schaffen, die überregional wirkt. Hierbei werden wir mit den Hochschulen der Region zusammenarbeiten, um ein Wissenschaftscluster zu bilden.

  • Wer ist angesprochen?

    Wer ist angesprochen?

    Vor allem die kommunalen Vertreter:innen im Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Süd (ZSPNV Süd), der recht aktiv um Reaktivierungen bemüht ist (aktuell Landau/Karlsruhe – Herxheim und Landau – Germersheim und Hunsrückquerbahn) und im ZSPNV Nord. In unserem unmittelbaren Bereich die Kreistage, die  den integralen Takt des Busverkehrs aber schon beschlossen haben. Die  Hochschulen der RegionUmwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier und die TH Bingen – sind insbesondere im Bereich der Digitalisierung von Transport und Logistik gefragt.

Wo kann ich mich informieren?

  • © VCD

    Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD)

    Der VCD setzt sich für eine nachhaltige Verkehrswende ein: mit weniger Auto, mehr Platz für Fuß- und Radverkehr, stärkeren öffentlichen Verkehrsmitteln und insgesamt mehr Lebensqualität im Alltag.

    Zum VCD

  • © Pro Bahn

    PRO BAHN 

    Der Fahrgastverband PRO BAHN besteht seit 1981 als ehrenamtlich organisierter und parteipolitisch neutraler Verband. Er vertritt bundesweit die Interessen der öffentlichen Fahrgäste, entwickelt Konzepte, engagiert sich in Politik und Öffentlichkeit und kämpft für bessere Infrastruktur, faire Tarife und eine kundenorientierte Mobilität.

    Zu PRO BAHN

  • © RNN © VRM

    Verkehrsverbünde RNN & VRM

    Der Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund (RNN) und der Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) organisieren den öffentlichen Nahverkehr in der Region Hunsrück-Nahe und sorgen für einheitliche Tickets sowie abgestimmte Bus- und Bahnverbindungen. Mit dem Online- und App-Angebot von RNN bzw. VRM können Bürgerinnen und Bürger aktuelle Fahrplanauskünfte und Echtzeitdaten abrufen, Tickets digital kaufen und speichern.

    Zum RNN

    Zum VRM

Angebote für Bürgerinnen und Bürger

  • Rufbusse des RNN

    Wenn der reguläre Busfahrplan nicht passt oder Fahrten außerhalb der normalen Linienzeiten anstehen, bietet der RufBus des Rhein-Nahe Nahverkehrsverbunds (RNN) eine flexible Alternative. Er fährt nach festem Fahrplan zwischen 5 bzw. 7 und 23 Uhr nach vorheriger Anmeldung, sodass auch weniger frequentierte Orte zuverlässig erreichbar sind.

    Rufbus RNN

  • Das Jugendtaxi im Rhein-Hunsrück-Kreis

    bietet jungen Menschen zwischen 16 und 21 Jahren eine sichere und kostengünstige Möglichkeit, nachts nach Hause zu kommen. An Freitagen, Samstagen, in den Nächten vor gesetzlichen Feiertagen sowie von Altweiberfastnacht bis Aschermittwoch können berechtigte Jugendliche zwischen 22:00 und 6:00 Uhr ein Taxi nutzen. Dazu müssen sie einen gültigen Jugendtaxischein vorlegen. Das Angebot gilt ausschließlich für Heimfahrten innerhalb des Rhein-Hunsrück-Kreises.

    Jugendtaxi Rhein-Hunsrück

  • Nahemobil E-Carsharing in Bad Kreuznach

    Wenn der öffentliche Nahverkehr in Bad Kreuznach nicht ausreicht oder Sie flexibel unterwegs sein möchten, bietet das Nahemobil E-Carsharing der Kreuznacher Stadtwerke eine umweltfreundliche und praktische Alternative zum eigenen Auto. Seit 2015 stehen drei Elektrofahrzeuge – zwei Renault Zoe und ein BMW i3 – an zwei zentralen Standorten in Bad Kreuznach zur Verfügung: im City Parkhaus Mühlenstraße und am Mobil- und Infopunkt am Bahnhof.

    Nahemobil E-Carsharing

  • Bürgerbusse

    Das öffentliche Verkehrsangebot wird in unserer Region von mehrere Bürgerbüssen ergänzt, die eine nachhaltige Mobilitätsalternative bieten. Diese ehrenamtlich betriebenen Kleinbusse ermöglichen es insbesondere älteren und mobilitätseingeschränkten Menschen, Ziele wie Arztpraxen, Behörden oder Einkaufszentren zu erreichen, die mit dem regulären ÖPNV schwer zugänglich sind. Die Fahrten erfolgen meist nach vorheriger telefonischer Anmeldung und sind für die Fahrgäste kostenfrei oder gegen eine geringe Gebühr. Folgende Angebote bestehen bereits:

    Bürgerbus der VG Baumholder

    Bürgerbus RheinböllenSimmern und Neuerkirch/Külz

    Bürgerbusse der VG Langenlonsheim-Stromberg

    Bürgermobil Kastellaun

    Seniorenbus Kirchberg und Seniorenbus Sohren

    Bürgerbus Schöneberg

    Bürgerbus Kyrbachtal

    Bürgerbus Biebertal

    Wollen Sie vor Ort für einen Bürgerbus aktiv werden, berät Sie die Agentur Landmobil.

Sie kennen ein Projekt in der Region, das auf dieser Seite fehlt? Oder Sie haben selbst ein Projekt umgesetzt, das auf dieser Seite vorgestellt werden soll? Dann melden Sie es uns gern!

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© Klaus-Peter Kappest

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