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#schwammregion

Wir wollen unsere Region zum Schwamm machen: den eigenen Garten, die Felder und Wälder, die Parks und den Boden unter unseren Dörfern und Städten.

Gebäudebesitzer stellen Regentonnen, bauen Zisternen und Gründächer oder lassen Wasser auf ihren Flächen versickern. Landwirte machen ihre Böden zu Kohlenstoff- und Wasserspeichern. Kommunen entsiegeln Plätze und Wege. So werden wir zur Schwammregion.

Wasserrückhaltung ist Klimaanpassung, bei der alle mitmachen.

  • Warum müssen wir aktiv werden?

    Warum müssen wir aktiv werden?

    Im Hunsrück hat sich die Jahresdurchschnittstemperatur im Vergleich zum langjährigen Mittel um 1,7°C erhöht. Zehn der letzten 25 Jahre zählen zu den heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Niederschläge fallen seltener im Sommer, dafür vermehrt im meteorologischen Winter, immer öfter in Form von Starkregenereignissen.

    Unsere Landschaft besitzt aufgrund ihrer Ausstattung und wegen menschlicher Eingriffe eine vergleichsweise geringe Wasserrückhaltefähigkeit. Dadurch wird Wasser während Niederschlägen schnell abgegeben und steht in Trockenzeiten nicht zur Verfügung. Die Folgen sind gravierend:

    • Grundwasserspiegel sinken und Quellen versiegen
    • Ausgedehnte Dürren sorgen durch Trockenstress für Schäden an vielen Bäumen im Hunsrück
    • Trockenheitsbedingte Ernteminderungen nehmen in Land- und Forstwirtschaft seit Jahren zu
    • Trinkwasserversorgung der Bevölkerung muss immer öfter durch behördliche Nutzungsreglementierungen gesichert werden
    • Zunahme von Sturzfluten und Hochwasserereignissen mit Folgen für Ortschaften, Wälder, Landwirtschaft und die Menschen in der Region
  • Was wollen wir erreichen?

    Was wollen wir erreichen?

    Hochwasserereignissen und Dürren kann durch flächige und systematische Zurückhaltung von Niederschlägen begegnet werden. Im Sinne einer nachhaltigen Klimawandelanpassung kann so Wasser gespeichert werden, wenn Regen fällt und wird dann abgegeben, wenn es benötigt wird. Somit entsteht eine Schwammregion, in der Wäldern, Wiesen, Äckern oder Ortschaften auch in Hitzeperioden mehr Feuchtigkeit zur Verfügung steht.

    Maßnahmen zur Erhöhung des flächigen Wasserrückhaltes sind stets Mehrgewinnstrategien. Sie:

    • sichern das Überleben und Wachstum von Pflanzen und
    • verbessern die Kühlung und den Hitzeschutz für Menschen, Tiere und Pflanzen.

    Erste Initiativen zur Erhöhung des Wasserrückhaltes in der Fläche fanden bereits in der Region Soonwald-Nahe statt.

  • Wie wollen wir das erreichen?

    Wie wollen wir das erreichen?

    Trotz Klimawandelfolgen und der Ahrkatastrophe 2021 wird dem flächigen Wasserrückhalt in der Kulturlandschaft weiterhin nicht genug Bedeutung beigemessen. Das Regionalbündnis setzt sich dafür ein, das Thema in seiner ganzen thematischen Breite in der Region zu platzieren. Es sieht sich dabei als zentrale Institution, die alle Akteursgruppen anspricht und zum Handeln sowie Kooperieren aufruft.

    Umgesetzt wird das u. a. mit neuen Konzepten zum Wissenstransfer, die vor allem die Förderung naturbasierter Lösungen in den Fokus nehmen. Ziel ist die Entwicklung einer Schwammregion Soonwald-Nahe, die von der gesamten Bevölkerung getragenen, zukunftsfähig und bestmöglich an den Klimawandel angepasst ist.

  • Wer ist angesprochen?

    Wer ist angesprochen?

    Die Forstwirtschaft der Hunsrück-Region hat in den vergangenen Jahren bereits Erfahrungen mit dem Schließen von Drainagen, der Umgestaltung von Waldwegen und der Anlage von Feuchtarealen gesammelt. Diese Erfahrungen gilt es zu teilen und weitere Projekte in Angriff zu nehmen.

    Einige Landwirte pflügen ihre Äcker bereits entlang der Höhenlinien und stellen auf Agroforst-Wirtschaft um. Hochwasserschutz und Wasserspeicherung für die Nutzung in Trockenzeiten können durch die gezielte Anlage von Wasserrückhaltebecken gefördert werden.

    Bei solchen größeren Maßnahmen kommen die Kommunen mit ins Spiel. Sie sind verantwortlich für die lokal nötigen Klimaanpassungsmaßnahmen. So müssen bei der Gestaltung von Bebauungsplänen und Ausgleichsflächen in Zukunft die Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit der Maßnahmen berücksichtigt werden. Städte und Ortschaften sollen grüner, blauer, luftiger und schattiger werden.

    Letztlich kann die gesamte Bevölkerung Wasser sparen, Regenwasser vor Ort sammeln und sich mit Ideen zur Klimaanpassung und nachhaltigen Entwicklung einbringen.

    Es ist auch geplant, Schulen und Bildungseinrichtungen den Zugang zu entsprechendem Informationsmaterial zu erleichtern und die Wirtschaftsunternehmen und Vereine für die Mitwirkung beim Aufbau der Schwammregion zu gewinnen.

Wo kann ich mich informieren?

  • © Schwammregion Soonwald-Nahe

    Schwammregion Soonwald-Nahe

    Ziel des Projekts ist es, ein akteursübergreifendes Netzwerk zum Wasserrückhalt aufzubauen und praxisnahe Maßnahmen zur Erhöhung des Wasserrückhalts in der Region zu entwickeln und umzusetzen.

    Mehr erfahren

  • © Netzwerkwasser Agri

    Netzwerk WasserAgri

    Das Netzwerk besteht aus Landwirte, Gärtner sowie Umwelt- und Naturschutzverbänden und stellt auf seiner Website verschiedene Maßnahmen des Wasserrückhalts ein.

    Zu Netwerk WasserAgri

     

     

  • © Zentrum KlimaAnpassung

    Zentrum KlimaAnpassung

    Unterstützung von Kommunen und Träger sozialer Einrichtungen bundesweit bei der Initiierung von und beim Einstieg in die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. 

    Zum Zentrum Klimaanpassung

     

  • © KLiVO

    KLiVO – Deutsches Klimavorsorge-Portal

    Das Portal versammelt Leitfäden, Webtools, Karten oder Qualifizierungsangebote zur zielgerichteten Anpassung an die Klimafolgen. Als Unterstützung bei der Eigenvorsorge.

    Zu KLiVO

     

  • © RLP Kompetenzzentrum Klimawandelfolgen

    Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen

    Seit 2001 Anlaufstelle für Klimawandel und Klimaanpassung in Rheinland-Pfalz. Es informiert nicht nur zum Klimawandel und verbreitet aktiv Wissen zum Thema, sondern berät auch zu zielgruppenspezifischen Anpassungsmaßnahmen.

    Zum RLP Kompetenzzentrum

     

Best-Practice-Projekte zum Thema Schwammregion

Alle ansehen

Schwammregion im SWR

Im Juni 2025 besuchte der SWR für einen Beitrag ind er Landesschau Rheinland-Pfalz unser Vorstandsmitglied Norbert Weissmann. Er ist Initiator des Schwammprojekts und hat bei sich zu Hause in Hackenheim einen Rain Garden angelegt.

Zum Video-Beitrag 

Im November 2025 berichtet der SWR erneut über das Projekt Schwammregion. Es zeigt, wie Praktiker und Wissenschaftler zusammenarbeiten, um eine ganze Region klimaresistent zu machen.

Zum Video-Beitrag

Sie kennen ein Projekt in der Region, das auf dieser Seite fehlt? Oder Sie haben selbst ein Projekt umgesetzt, das auf dieser Seite vorgestellt werden soll? Dann melden Sie es uns gern!

Kontakt aufnehmen

© Klaus-Peter Kappest

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