Projekt
Waldwiesenweide
Das Projekt Waldwiesenweide vereint symbiotische Beweidung und permakulturellen Agroforst zu einem ganzheitlichen Landwirtschaftssystem.
Projekt
Das Projekt Waldwiesenweide vereint symbiotische Beweidung und permakulturellen Agroforst zu einem ganzheitlichen Landwirtschaftssystem.
Das Projekt Waldwiesenweide in Schwerbach in der Hunsrück-Nahe-Region verbindet ökologische Landwirtschaft, Naturschutz und regionale Wertschöpfung. Ziel ist es, durch regenerative Bewirtschaftung und gemeinschaftliches Engagement eine nachhaltige, vielfältige und resiliente Form der Landwirtschaft zu entwickeln.
Ein zentrales Element ist die symbiotische Beweidung. Dabei leben verschiedene Tierarten wie Rinder, Schafe, Gänse und Hühner in wechselnder Abfolge auf den gleichen Flächen. Durch diese abgestimmte Form der Weidenutzung entstehen natürliche Kreisläufe: Die Tiere fördern die Bodenfruchtbarkeit, verhindern Überweidung und unterstützen das Wachstum vielfältiger Pflanzenarten. Mist und abgestorbene Pflanzenreste werden in wertvollen Humus umgewandelt, wodurch ein geschlossener Nährstoffkreislauf entsteht, der langfristig die Bodenstruktur verbessert und die Biodiversität erhöht.
Ergänzend dazu wird ein permakultureller Agroforst aufgebaut, der Bäume, Sträucher, Stauden und landwirtschaftliche Kulturen in einem harmonischen System vereint. Obst-, Nuss- und Wildgehölze wie Apfel, Walnuss, Marone oder Holunder werden in Streifen mit Wiesen und Gemüseflächen kombiniert. Dieses mehrschichtige System schafft Lebensräume für Insekten und Vögel, spendet Schatten und Windschutz und liefert zugleich vielfältige, essbare Erträge. Durch das Keyline-Design wird Regenwasser optimal über die Fläche verteilt, wodurch Erosion reduziert und das Wasserspeichervermögen der Böden verbessert wird. So entsteht eine widerstandsfähige, produktive und klimapositive Landschaft.
Neben der landwirtschaftlichen Arbeit bietet Waldwiesenweide Mitmachmöglichkeiten und regionale Direktvermarktung. Interessierte können sich etwa durch Baum- oder Tierpatenschaften aktiv am Aufbau und Erhalt der Flächen beteiligen und so einen persönlichen Beitrag zu nachhaltiger Landwirtschaft leisten. Dadurch wird nicht nur nachhaltige Ernährung gefördert, sondern auch ein Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit Boden, Tier und Mensch gestärkt.